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Welche steuerlichen Aspekte gibt es?

Da die Pflege eines Angehörigen einen Arbeitnehmer finanziell belastet, gibt es einige Möglichkeiten, die Belastungen steuerlich geltend zu machen. Wir geben Ihnen einen Überblick zu Einsparmöglichkeiten, welche die Steuergesetze und gesetzliche Regelungen vorsehen. So mindern Sie Ihre Steuerschuld!

Wer hat Anspruch auf den Pflegepauschbetrag?

Anspruch auf einen Pflegepauschbetrag hat, wer eine pflegebedürftige Person in deren oder in seiner eigenen Wohnung betreut und pflegt. Voraussetzung ist, dass der Pflegebedürftige "hilflos" ist. Und das bedeutet, dass er in Pflegegrad 4 oder 5 eingestuft sein muss. Ferner ist erforderlich, dass zwischen der Pflegeperson und dem Pflegebedürftigen eine enge persönliche Beziehung besteht, ohne dass es dabei auf das Verwandtschaftsverhältnis ankommt.

Wie hoch ist der Pflegepauschbetrag?

Der Pauschbetrag von derzeit 924 Euro wird unabhängig von den tatsächlichen Aufwendungen und ohne erforderlichen Nachweis angesetzt. Er wird ungekürzt als Jahresbetrag angerechnet. Dabei ist es egal, ob die Voraussetzungen das ganze Jahr über gegeben waren.

Es ist wichtig, dass Sie die pflegebedürftige Person unentgeltlich pflegen. Es ist auch nicht zulässig, wenn der Pflegebedürftige das von einer Pflegekasse erhaltene Pflegegeld an Sie weitergibt, um Ihnen Aufwendungen zu vergüten. Sofern das Pflegegeld jedoch dafür verwendet wird, um eine zusätzliche Pflegekraft zu bezahlen oder notwendige Geräte anzuschaffen, gilt dies nicht als Ihr Einkommen.

Wie werden haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen berücksichtigt?

Sie erhalten Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen, die bei Ihnen oder in der Wohnung Ihres pflegebedürftigen Angehörigen durchgeführt werden. Die steuerlichen Erleichterungen belaufen sich auf 20 Prozent der Aufwendungen, maximal 4.000€ im Jahr.

Ähnliches gilt auch für Erhaltungs-, Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Auch hier gibt es eine steuerliche Erleichterung von 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal 1.200€ im Jahr. Einzelnachweis in beiden Fällen: die Rechnung und der Überweisungsbeleg.

Fragen?

Nehmen Sie unsere kostenlose Pflegeberatung in Anspruch! Telefon: 0331-23 18 79 40

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Infoblätter:

Infoblatt "Steuerliche Aspekte"